LEONBERG / DITZINGEN

SEBASTIAN BUGS

30 Jahre, Ausbildungsvikar in Rosenfeld-Leidringen, Ehrenamtliches Engagement: Jugendbeauftragter des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbunds

Wir brauchen eine Kirche, in der junge Menschen gleichberechtigt mitreden können.

WARUM ICH KANDIDIERE

Unsere Synode braucht junge Menschen. Menschen mit Visionen, wie die Kirche der Zukunft aussieht. Mit Phantasie, Dinge auch mal anders anzugehen. Mit Mut, sich im richtigen Moment einzumischen.

Ob als Teenager im EJW Leonberg, als Student an der Uni Tübingen oder als Vikar auf der Schwäbischen Alb: Überall war es mir wichtig, nah an den Menschen zu sein, aufmerksam zuzuhören und im richtigen Moment den Mund aufzumachen.

Die Kirche wird gebraucht, wahrscheinlich mehr als je zuvor. Aber wenn wir uns leiten lassen von Sparzwängen und Angst vor Veränderung, leben wir an unseren Möglichkeiten vorbei! Wir können Veränderungsprozesse selbst gestalten, bevor uns äußere Umstände dazu zwingen. Dafür steht Kirche für morgen und dafür möchte ich auch stehen!

Im Lutherischen Weltbund durfte ich Christen und Christinnen aus aller Welt kennenlernen, mit ihnen Gottesdienst feiern und darüber sprechen, was Kirche aus ihrer Sicht ausmacht.

Es wäre toll, meine Erfahrungen in meiner Landeskirche einbringen zu dürfen. Ich würde mich am 1.12. über Ihre Stimme freuen.

Kirche für morgen steht für Mut zur Veränderung und gegen die weit verbreitete Haltung „Das war aber schon immer so.“ Ich wünsche mir eine Kirche, die wir gemeinsam aktiv gestalten, anstatt nur auf Notlagen und Leidensdruck zu reagieren. Kirche für morgen ist außerdem mein Gesprächskreis, weil sich dort Menschen aus unterschiedlichen Frömmigkeitsprägungen gemeinsam für Strukturreformen einsetzen, ohne sich von ideologischen Streitfragen auseinanderreißen zu lassen.

Für mich persönlich ist das wichtigste Thema ein Wandel im Pfarrbild. Wo Gemeindepfarrer uneingeschränkte Starprediger, Sitzungsleiter, Lieblingslehrer, stundenlang zuhörende Seelsorger, andächtige Liturgen und oberste Repräsentanten der Kirchengemeinde sein sollen und sein wollen, schaden sie sich selbst und den Ehrenamtsstrukturen ihrer Kirchengemeinde. Wir brauchen theologisch gut ausgebildete Teamplayer, die auch selbst zurücktreten können.

Bei meinem Engagement im Lutherischen Weltbund ist mir außerdem das Thema Jugendpartizipation besonders wichtig geworden. Die junge Generation braucht die Möglichkeit, aktiv mitzugestalten, um sich zuhause zu fühlen und die Evangelische Landeskirche als IHRE Kirche zu verstehen. Schaffen wir es nicht, ihnen diese Möglichkeiten zu geben, wird es in Zukunft wohl keine Volkskirche mehr geben.

Ich stelle mir eine moderne und selbstbewusste Kirche vor, die ehrenamtlich getragen und nur punktuell hautamtlich unterstützt wird. Die unterstützenden Hauptamtlichen sind Theologen, Juristen oder Betriebswirte und jeder arbeitet genau das, was er gelernt hat. Pfarrer übernehmen in erster Linie das Coaching für Ehrenamtliche und sind Ansprechpartner für theologische Fragen.

WIR UNTERSTÜTZEN SEBASTIAN

Friederike Auracher, Jugendreferentin, Flacht | Werner Dengel, Unternehmer, Rutesheim, Stefanie Schmid, Bildungskoordinatorin, Schwieberdingen | Sara Bardoll, Jugendreferentin, Rutesheim | Christian Freytag, IT Manager, Gerlingen | Birgit Auer, Sozialarbeiterin, Merklingen | Ina Skiera, Sozialpädagogin, Schafhausen | Bernhard Bruchmann, Architekt, Vorsitzender Kirchengemeinderat, Leonberg-Eltingen | Jürgen Schwarz, Schulleiter Rutesheim | Michael Schneider, Diakon, Rutesheim | Ursula Roth-Radyx, Religionspädagogin, Leo-Eltingen | Gisela & Rainer Schneider, Dipl. Ingenieure, Leonberg | Christian Hermann, Prokurist, Renningen | Nicola Bubser, Physiotherapeutin Renningen | Elisa Schüle, Gemeindepädagogin, Rutesheim | Katharina & Lukas Eichler, Senior Tax Consultant/Diplom Betriebswirt, Leonberg-Eltingen | Thorsten Pfister, Student, Leonberg-Eltingen. Tabea und Martin Hieber, Diakonin/ Studienleiter, Markgröningen | Dennis Müller, Pfarrer und Musiker, Leonberg-Eltingen.

JUNGE IDEEN ZÄHLEN