VAIHINGEN / MÜHLACKER

MATTHIAS BREDEMEIER

49 Jahre, verheiratet, 3 Kinder, Personalleiter, Mitglied im Kirchengemeinderat Kleinsachsenheim und im Männer-Kreis (ManUp), Sachsenheim

Nicht jammern, sondern Mut zum Aufbruch - ich wünsche mir eine Kirche, die raus geht zu den Menschen

WARUM ICH KANDIDIERE

Die Jugendarbeit des EC hat mich in meiner Kindheit und Jugend geprägt. Mein Weg im Studium der ev. Theologie und mein beruflicher Werdegang im Personalwesen haben mich an viele Orte geführt. Hier habe ich die Vielfalt des christlichen Glaubens in den Landeskirchen und darüber hinaus kennen und lieben gelernt. 

In meinem Alltag begegne ich vielen Menschen, die sich mit Fragen des Lebens beschäftigen und nach spirituellen Erfahrungen suchen …aber leider häufig nicht in der Kirche. Die Kirche ist ihnen fremd: die Lieder, die Sprache, die Formen und Rituale.

Ich kandidiere für die Synode, denn ich wünsche mir eine Kirche, die den Menschen dort begegnet, wo sie sind. Eine Kirche, die eine einfache, zeitgemäße Sprache spricht, die sich an den Bedürfnissen der Menschen orientiert und bei Traditionen und Gottesdienstformen flexibel ist.

Konkret heißt das für mich: 10% des Kirchenhaushaltes fließen in kirchliche Start-Ups. Neben den klassisch strukturierten Gemeinden benötigen wir als Ergänzung neue Gemeindeformen und innovative Konzepte. Dabei stehen die Menschen in Lebenswelten im Focus, die noch nicht oder nicht mehr erreicht werden. Experimentieren ist erwünscht, z.B. mit Café-Kirchen, christlichen Blumenläden, Kino-Kirchen und vielem mehr. Ich setze mich dafür ein, dass diese Initiativen von der Landeskirche personell und finanziell gefördert werden.

Deshalb am 1. Dezember Kfm – Aufbruch für morgen mit 2 Stimmen wählen.

Mich begeistern Menschen, die Neues wagen, so wie Petrus (in Mt 14,25-32) im Vertrauen auf Jesus aus dem Boot gestiegen ist, um Jesus auf dem Wasser zu begegnen. Bei Kirche für Morgen finde ich solche Menschen, die was Neues wagen und sich mit einem „weiter so“ nicht zufrieden geben. Menschen, die über den Rand des sicheren Bootes der kirchlichen Traditionen und Gewohnheiten hinaus gehen. Kirche für Morgen hat Forderungen, die gewagt und vielleicht auch unvernünftig klingen. Cool! Denn ich glaube, wir brauchen diesen Mut im Vertrauen auf Jesus, insbesondere vor dem Hintergrund aller Herausforderungen in denen wir als Einzelne, als Gesellschaft und als Kirche stehen. … also, raus aus dem Boot!

Die faszinierende Botschaft Jesu von der Liebe Gottes lässt sich nicht nur auf eine bestimmte Art und Weise vermitteln. Wir brauchen viele kreative Formen, damit diese Botschaft Menschen in ihrem Lebensumfeld erreicht und sie in ihrer persönlichen Situation anspricht.

Ich wünsche mir mehr Angebote, die sich nicht an kirchlichen Traditionen sondern an dem orientieren, was Menschen beschäftigt und in dem sie kulturell zu Hause sind. Ich wünsche mir dies für die verschiedenen Milieus unserer Gesellschaft. Z.B. haben nicht alle Menschen höheren Semesters bei den Klängen der Orgel heimatliche Gefühle. Ich kenne einige Menschen, die 70+ Jahre alt sind, und die lieber ein Konzert der Rolling Stones besuchen würden, als Bach oder einen Liedermacher.

Eine Organisation wie die ev. Landeskirche hat (noch) die Größe, Kraft und Ressourcen, um Angebote für verschiedene Lebenswelten anzubieten, aber sie pflegt leider im wesentlichen weiter den althergebrachten, kulturellen Standard. Ich finde, das muss sich ändern.

Bunt – Eine Kirche, die in ihren Angeboten vielfältiger und unterschiedlicher ist als heute und deren Vielfalt auch finanziell und personell gefördert wird. 

Vernetzt – Eine Kirche, die diese Vielfalt als Bereicherung ansieht und nicht als Konkurrenz verschiedener Richtungen. Bei der die unterschiedlichen Teile in vielen Projekten zusammenarbeiten und wissen, dass keine Richtung das volle Spektrum von Gottes Reich abdeckt.

Innovativ – Eine Kirche, die kapiert hat, dass sie sich in einer Zeit des Wandels befindet und diesen Wandel mit gestaltet. Eine Kirche die einfach mal Neues ausprobiert, ohne die Angst Fehler zu machen, um Antworten auf die Herausforderungen der Zeit zu finden.

UNTERSTÜTZER

„Ich unterstütze Kfm, weil Kfm für bunte Ideen und für Mut steht: Kirche neu denken, ausprobieren, hinfallen, aufstehen, neue Ideen sammeln: Was passt zu uns? Zu unserer Zeit? Und zu unserem Glauben?“
Susanne Conza
Pfarrerin in Lomersheim und PDA in Mühlacker
„Ich erlebe Matthias Bredemeier in der gemeinsamen Leitung des Männer-Kreises und im Kirchengemeinderat. Ich schätze an ihm seine zielführende, strukturierte Vorgehensweise und seine Begeisterung für die Dinge, die er anpackt. Sein Wunsch ist es, Kirche lebendig und offen zu gestalten.“
Tobias Scheuermann
selbstständiger Zimmerer in Sachsenheim
„Mit Matthias teilen wir die Sehnsucht, dass Kinder und Erwachsene sich in unserer Gemeinde wiederfinden und sich von Gott begeistern lassen. Wir freuen uns sehr, dass Matthias seine Vision und seine Teamplayer-Fähigkeit in die Synode einbringen will.“
Dorit & Andy Doncic
Kinderkirche in Kleinsachsenheim

MUT ZUR VERÄNDERUNG.