Was wir bewegen

Fotolia_38199865_S-®_dkimages_-_Fotolia.comKirche für morgen bringt frische Ideen in unsere Landeskirche.
Lesen Sie selbst, was wir bisher bewegt haben:

  1. Antrag „Wahl ab 14 Jahre“
    Wir sind der Überzeugung, dass eine Beteiligungskirche schon früh beginnen kann. Deshalb haben wir uns ganz bewusst für das Wahlalter ab 14 Jahren eingesetzt.
    Mit der Konfirmation haben wir den Anspruch, 14-jährige in die Gemeinde mit aufzunehmen. Sie haben schon lange das Recht ab 14 ihre Religion zu wählen und ein Patenamt auszuführen. Von daher ist es nur folgerichtig, ihnen auch die Möglichkeit zur Wahl „Ihres“ Kirchengemeinderates und der Synode zu geben.
    Diese Mithineinnahme in das Gestalten von Kirche und auch das Übernehmen von Verantwortung, ist ein Prozess, der durch den Konfirmanden- und Religionsunterricht gefördert werden sollte. Auch das familiäre Umfeld der Jugendlichen profitiert von diesem Engagement. So wird Kirche in vielerlei Hinsicht erste Wahl
  2. Antrag „Jugendsynodale“
    Wir sind der Überzeugung, dass die jüngere Generation nicht nur zu jugendrelevanten Themen stärker in der Landessynode vertreten sein muss. Der Altersdurchschnitt der Synodalen beträgt zurzeit knapp 60 Jahre. Aus diesem Grund haben wir uns dafür eingesetzt, dass speziell Plätze für Jugendsynodale geschaffen werden.
    Die vier zugewählten Jugendsynodalen haben sich seither durch ihre altersspezifische Sicht in ihren Gesprächskreisen, Ausschüssen, durch Anträge, Anfragen und durch Redebeiträge im Plenum sehr gut eingebracht. Damit konnten sie einen ganz neuen Blickwinkel  auf viele Themen anregen.
    Die Landessynode hat das Recht „Fachleute“ wie z.B. Juristen, die durch die Ur-Wahl nicht vertreten sind, zu berufen. Da junge Menschen im Alter von 18 bis 25 Jahren durch ihre Lebens- und Lernumstände sich selten auf sechs Jahre verpflichten können, ist diese Möglichkeit der zugewählten Beratung ein nachhaltiges Modell.
  3. Antrag „Neuausrichtung der landeskirchlichen Arbeit durch den demographischen Wandel“
    Wir sind der Überzeugung, dass wir durch den demografischen und gesellschaftlichen Wandel eine Bündelung und eine gemeinsame Strategie in allen Diensten und Werken der Landeskirche erzielen müssen. Die Gemeinden sollen zukunftsfähig gemacht werden.
    Der immer größer werdende Anteil von Menschen in der nachberuflichen Lebensphase, die sich noch voll mit ihrer Kompetenz und Lebenserfahrung ehrenamtlich einbringen können, fordert uns heraus, neue Möglichkeiten zur Einbindung zu schaffen.
    Als erstes Zwischenziel, wird es z.B. einen Fachtag allen am Thema Beteiligten geben.
  4. Anträge „Förderung von Popularmusik in der Landeskirche“
    Wir wollen die Kirchenmusik wieder mehr in die Lebenswelt der postmodernen Gesellschaft bringen. Zum einen durch unsere aktive Beteiligung am Sonderausschuss Musik und der Forderung nach besseren Ausbildungsgängen und Anstellungsmöglichkeiten von Popularmusikern. Zudem haben wir Anträge zur gezielten Förderung von Musikteams, Gospelchören und Bands gestellt.
    Leider wurden diese Investitionen von der Mehrheit der Synode bisher abgelehnt.
  5. Antrag „Begleitung der Kirchengemeinderäte“
    Wir sind der Überzeugung, dass die vielen Entscheidungsträger in den unteren Ebenen, die ehrenamtlich ihren so wichtigen Dienst tun, besser unterstützt werden müssen. Dafür setzen wir uns ein.
    Vieles läuft immer noch über die Pfarrämter und kommt so gar nicht oder verspätet an die richtige Adresse. Wichtige Schritte für eine Verbesserung wurden durch den Ausbau des Dienstleistungsportals, sowie die Erhebung von Kontaktdaten für zukünftige Kirchengemeinderäte erreicht. So können in Zukunft Informationen der zahlreichen Dienste und Angebote der Landeskirche gezielter an den engagierten Mitarbeiter vor Ort vermittelt werden. Das entlastet gleichzeitig auch die Hauptamtlichen.
    Durch viel Hintergrundarbeit und gezielte Forderungen wurde die Ausweitung des Projektes „ Ehrenamtsförderung mit System“ und die Freigabe von 2 Millionen € zur speziellen Schulung von Kirchengemeinderäten erreicht.

Wir bewegen noch mehr!

In unzählige Gesprächen, Redebeiträgen, Veröffentlichungen, Anträgen und Anfragen engagieren wir uns um einen mutigen Aufbruch unserer Kirche zu ermöglichen. Hier haben bereits wir viel Offenheit und Umdenken erfahren. Trotz noch zum Teil verkrusteter Strukturen und veraltetem Behördendenken in der Landeskirche wird manches erfrischend anders.

Wir haben uns aktiv in die Förderung von Jugendgemeinden, Lebensweltgemeinden und neuen Formen von Kirche eingesetzt. Seit mehr als zehn Jahren fordern wir einen landeskirchlichen Aufbruch in bis jetzt noch unerreichte Lebenswelten und Milieus. Dies wurde in der Synode endlich aufgenommen und aktiv angegangen.
Zudem  haben wir uns für ein neues Pfarrer- und Gemeindebild ausgesprochen. Ein neuer Pfarrplan kann erst dann wieder ausgegeben werden, wenn die Gemeinden und Hauptamtlichen vor Ort für ihre neue Ausrichtung vorbereitet sind.

Ein „weiter so“ , oder ein jammern über die „Umstände“ , oder ein Verwalten des Untergangs unserer landeskirchlichen Präsenz wird es mit uns nicht geben.
Wir wollen, dass aus einer KIRCHE FÜR ANDERE, eine KIRCHE MIT ANDEREN wird, in der Gott wirken kann und Menschen aus allen Lebenswelten Heimat finden können.

Unsere Forderung nach mehr Beteiligungskirche anstatt Betreuungskirche wurde von allen kirchenpolitischen Richtungen mit aufgenommen. Doch wenn man sich die Details ansieht und wie konsequent sie umgesetzt werden, wird klar:

Kfm erfrischt die Kirche immer noch am besten!