Newsletter Synode November 2011

Tagung der Landessynode vom 21.11. – 24.11.2011 in Stuttgart

 

Einen fast schon nostalgischen Charakter hatte die Herbstsynode im Hospitalhof in Stuttgart. Sie fand vom 21.-24.11.2011 zum letzten Mal in diesen Gebäuden statt. Angela Schwarz gibt die stellvertretende Gesprächkreisleitung an Matthias Böhler ab.
Nach dem Eröffnungsgottesdienst mit ejw-Band und Predigt von Markus Munzinger ging es mit großen Themen weiter. Gottesdienste, Pfarrplan, Musik, Finanzen, Homosexualität, Schülerarbeit, Mission und Glaubenskurse standen auf der Tagesordnung.

Zitronenspritzer bei den Gottesdienstformen
Martin Allmendinger kommentierte den Bericht des Bischofs und stellte die Frage, woher die unanfechtbare Bedeutung des Sonntagmorgengottesdienstes stammt. Bischof July nannte in seinem Bericht vielfältige Gottesdienstformen und dankte für bestehende Angebote.
Allmendinger stellte in seinem Votum neben die Gottesdienste Bibel- und Hauskreise als wichtige »Auftankorte« in Gemeinden. »Die Mitte der Gemeinde ist nicht der Gottesdienst, sondern Jesus Christus« – so Allmendinger. Das »Jahr des Gottesdienstes« diene der Ermutigung, unterschiedliche Formen auszuprobieren. Herzliche Einladung dazu! Votum Martin Allmendinger.

Auch Markus Brenner und einige Mitsynodale der Lebendigen Gemeinde plädierten für unterschiedliche Gottesdienstformen und für eine Gleichstellung von Sonntagmorgen- und anderen Gottesdienstformen. Die Vernetzung von Hauskreisen und Gottesdiensten ist wichtig, um verschiedene Gaben – gemäß dem Bild aus 1. Korinther 12 – zu fördern. Rede Markus Brenner.

Auch in der Seniorenarbeit sind Zitronen aktiv
Für die Seelsorge in der Seniorenarbeit und in Alten- und Pflegeheimen sollen Artikel zur geistlichen Auferbauung gesammelt und für Heimzeitschriften zur Verfügung gestellt werden. Martin Allendinger spricht sich dafür aus.

»Armut – (k)eine Sache der Christenheit?!«
Jugendsynodale Stephanie Klumpp erbat von OKR Kastrup Antworten auf zwei förmliche Anfragen: Wie unterstützt die Landeskirche die Einführung der Finanztransaktionssteuer? Und wie werden Gemeinden zu Aktionen und zu einem evangeliumsgemäßen Umgang mit Geld motivier (Anfrage 42/14)t? Welche Erfahrung erfährt die Kampagne »erlassjahr.de« durch unsere Kirche (TOP 23)? – Die Antworten sind in Kurzform unter hier und hier zu lesen.

Schwerpunkttag »Musik und Kirche und seine Ergebnisse«
Unser Synodaler Matthias Böhler setzte sich im Sonderausschuss Musik für Neuerungen im Bereich Kirchenmusik ein: Anträge zur Stellenfinanzierung im Bereich der Popularmusik im ejw, zur Förderung von Sing- und Musikteams, Neuerungen bei den Zugangsvoraussetzungen zum Studium an der Kirchenmusikhochschule. Die Anträge (ab Nr. 40-11) sind hier nachzulesen.
Markus Brenner forderte noch mehr. Er plädiert dafür, die Personalstelle zur Förderung der Singteams statt auf 50% auf 100% zu erhöhen. Markus Brenners Änderungsantrag & seine Rede zum Änderungsantrag.

Pfarrstrukturplanung und Pfarrplan 2018
Matthias Böhler brachte die Anliegen von Kirche für morgen auf den Punkt: Spendenfinanzierte Pfarrstellen bei zurückgehenden Kirchensteuern, sowie Schulung und Beteiligung von Ehrenamtlichen auch an der Verkündigung. »Es darf nicht sein, dass eine Gemeinde nur nach ihren Gemeindegliederzahlen beurteilt wird. Häufig gibt es in zahlenmäßig kleinen Gemeinden viele aktive Gruppen und Kreise und ein aktives Gemeindeleben, das es zu begleiten gilt« – so Böhler. Sein Votum ist hier nachzulesen.

Der mit dem Wolf tanzt & Ergebnisse der AG Zukunft
OKR Kastrup betonte in seiner Rede zum Haushaltsplan, die Landeskirche sei finanziell »solide aufgestellt«. Wie werden 5 Mio. Euro für Mitgliedergewinnung konkret eingesetzt? Reiner Klotz schlägt vor, die Rücklagen für innovative Projekte anzupacken und u.a. in den Bereich Jugendarbeit und Schule zu investieren. Er plädiert für mehr Risikobereitschaft und für finanzielle Unterstützung missionarischer Aktionen. Mehr dazu hier.

Die (weltweite) Kirche im Blick /»Angstfreier Umgang mit Muslimen«
Kerstin Schmidt berichtet im Auftrag des Ausschusses Mission, Ökumene und Entwicklung von ihrer Indonesienreise und von bleibenden Eindrücken des interreligiösen Dialogs. Hier der Reisebericht. Für den Gesprächskreis ermutigte sie dazu, dass Kirche an Orte gehen solle, an denen sich Menschen begegnen, z.B. auf dem Wasen, im Biergarten oder auf dem Fußballplatz. Hier ihre Rede.
Zum Thema »Glaubenskurse« brachte Markus Munzinger die Studien von Robert Warren über »7 Merkmale einer vitalen Gemeinde« zur Sprache. (Das Buch von Warren trägt den Titel  Vitale Gemeinde, Neukirchen, 2008).

Homosexuelle Pfarrerinnen und Pfarrer im Pfarrhaus
Als Ergebnisse des Klausurtages am 15.10. in Bad Boll, brachten die 4 Gesprächskreise ihre Voten zum Zusammenleben von gleichgeschlechtlichen Paaren im Pfarrhaus ein. Das Kfm-Votum trug Markus Munzinger vor. Aus Synode und Oberkirchenrat bekamen wir viele positive Rückmeldungen für unser ehrliches Statement.

»Segel setzen, statt Mauern bauen«
Dr. Wolfgang Ilg und OKR Werner Baur stellten Projekte von der Schülerinnen- und Schülerarbeit des ejws vor und warben für eine Vernetzungsstelle in Zusammenarbeit von PTZ und ejw. Kfm befürwortet diese Anliegen sehr und brachte zu diesem Top gleich 3 Voten ein.
Rede Stephanie Klumpp
Rede Markus Munzinger
Rede Markus Brenner


Weitere Berichte können auf der Homepage der Landeskirche nachgelesen werden.

Eure / Ihre  Kerstin U. Schmidt

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