Newsletter Synode Oktober 2013

Schlaglichter aus dem Synodenherbst in Schwäbisch Gmünd:

Bischofsbericht zum Thema „Reformation & Politik“
Markus Brenner kommentiert: Unsere Kirche hat nicht den Auftrag, die Welt zu verändern. Aber wo die Kirche ihren Auftrag erfüllt – verändert sich die Welt.“

Fresh Expressions of Church
„Die württembergische Landeskirche muss flexibel und offen auf innovative Aufbrüche und Projekte reagieren und  sie als eine Bereicherung sehen. Hierfür sind entsprechende Ressourcen, eventuell ein Fonds, einzusetzen, die dies ermöglichen.“ so die Vorsitzende des Theologischen Ausschusses, Dorothee Gabler. Markus Munzinger bedankt sich ausdrücklich für die eingestellten finanziellen Mittel und die deutliche Befürwortung von Seiten des OKR und der Synode. Munzinger beschreibt anhand einzelner Beispiele aus der Anglikanischen Kirche das Konzept der „fresh expresssions of church“.

50 Jahre WAW
Kirche für morgen unterstützt die vielfältigen Arbeitsbereiche der Württembergischen Arbeitsgemeinschaft für Weltmission, die 2013 ihr 50jähriges Jubiläum feiert.

Sicherung durch Weiterentwicklung
Matthias Böhler spricht sich für die Entlastung von Pfarramt und Kirchengemeinderatsgremien aus, wenn es um die Weiterentwicklung von Kindertageseinrichtungen geht. Die zuständigen Gremien benötigen professionelle Unterstützung von Seite des OKR, um die Trägerstrukturen bei den Kirchengemeinden belassen zu können.

Änderung des Diakonenrechts
Neuformulierung der Präambel eingeführt – Sonderkündiungsschutz für Neueinsteiger aufgehoben. Die Synode beschließt mit großer Mehrheit die Änderung des Diakonenrechts. Martin Allmendinger als Vorsitzender des Sonderausschusses „Diakonat“ unterstützt den von Christian Heckel  (Vorsitzender des Rechtsausschusses) eingebrachten Antrag.

Berufsbegleitende Ausbildung im Pfarramt
Die Zahl der Ausbildungsplätze wird auf 10 Plätze erhöht. Markus Brenner begründet die Befürwortung des Antrags mit folgendem Wort: „Gott beruft nicht die Fähigen, sondern befähigt die Berufenen.“ Die Versorgung von Gemeinden mit Pfarrer_innen als Quereinsteigern, tut nicht nur der PSPP (Personalstrukturplanung Pfarrdienst), sondern auch der Vielfalt kirchlicher Amtsträger/ innen gut.

Erhalt der Kirchenmusikhochschule am Standort Tübingen
Matthias Böhler legt den Schwerpunkt auf die Profilfrage: Die Kirchliche Hochschule braucht einen eigenen Studiengang Popularmusik. Die praktische Orientierung der Ausbildung z.B. im Bereich Gemeindesingen wird sehr begrüßt.

 Vertretung über Kirchenbezirksgrenzen hinweg
Der Antrag des Synodalen Munzinger, die Vertretung über Kirchenbezirksgrenzen hinweg zu ermöglichen, war zur Beratung im Rechtsausschuss. Diese hat ergeben dass dies schon aufgrund der jetzigen Rechtslage möglich ist.

 Plan für Kirchliche Arbeit
Die hohe Belastung im Pfarrdienst durch die Vorruhestandsregelung und den Pfarrplan führt oft zu Überlastung. Dies kann so nicht weiter gehen. Munzinger regt an, Projekte vor allem daran auszurichten, welche Milieus bisher nicht erreicht werden.

Was nützt eine Wegskizze, wenn das Wegziel nicht klar ist?
Im Gesprächskreisvotum zur strategischen Planung äußert Martin Allmendinger den Wunsch, die genannten Visionen in konkrete Handlungsschritte herunterzubrechen und möglichst Viele auf diesem Weg zu beteiligen.

Zum guten Schluss… Jugendsynodale Stephanie Klumpp zieht Resümee:
„Die Zeit rast: 2 ½ Jahre war ich Mitglied der 14. Landessynode. Ich habe viel gelernt in dieser Zeit. Die Synodalen haben mich geprägt. Ich habe eine neue Seite von Kirche kennen gelernt. Und mein politisches Verständnis hat sich gewandelt. Und ich bin sehr, sehr dankbar dafür. Bereut habe ich es definitiv nicht. Mal sehen: Vielleicht werde ich eines Tages auch „richtig“ kandidieren. Ich weiß ja jetzt, was auf mich zukommt ;-).“