Heftige Diskussionen über Jugenddelegierte

Frühjahrssynode März 2011

Der 2010 von Markus Brenner eingebrachte Antrag auf Zuwahl von Jugendsynodalen wurde vom Ältestenrat abgelehnt. Dies berichtete Markus Munzinger für das Gremium. Grund für die Entscheidung des Ältestenrats war, dass die Zuwahl von Jungdelegierten mit Stimmrecht die Mehrheitsverhältnisse innerhalb der Synode verändert. Eine Zuwahl mit ausschließlich beratender Stimme sei für das Gremium nicht in Frage gekommen. Dies sei zwar machbar, würde von den Betroffenen aber möglicherweise als frustrierend empfunden, so Markus Munzinger. Nach der Kirchenverfassung seien die Landessynodalen „Vertreter aller Kirchengenossen“. Eine Zuwahl von Jungsynodalen nehme diese Beauftragung und das Mandat der Synodalen nicht ernst. Zudem müsse die Synode schon jetzt Anliegen von Menschen vertreten, die nicht personal in ihr vertreten seien. Synodale könnten jedoch die Anliegen junger Menschen aufnehmen und in den Beratungsprozess der Synode einbringen.

Das Thema stieß in der Landessynode auf starken Widerspruch. So schlug Anne Hettinger beispielsweise vor, Jugenddelegierte zuzulassen, ihre Amtszeit aber auf drei Jahre zu begrenzen. Tabea Dölker rief dazu auf, das Zuwahlverfahren doch noch einmal zu prüfen. Heidi Essig-Hinz bestätigte, dass Jugendliche kreativ seien – jedoch seien die Prozesse in der Landessynode Jugendlichen schwer zu vermitteln. Spontan fanden sich 10 Synodale, die den selbstständigen Antrag einbrachten, vier Jugenddelegierte im Alter von 18 und 23 Jahren zuzuwählen. Diese sollten mit einfacher Mehrheit beratend zugewählt werden. Die Gesprächskreise werden aufgefordert, bis zur nächsten Sitzung des Ältestenrates geeignete Kandidaten zu präsentieren. Diesem Antrag stimmten 42 Synodale zu, 33 Synodale lehnten ihn ab, enthalten haben sich 5 Synodale. Der Antrag ist damit angenommen.

 

Tags:

Keine Kommentare möglich