Angela Schwarz
Categories: Synode
Angela Schwarz
Mitglied im theologischen Ausschuss, stellvertretende Gesprächskreisleitung
30 Jahre, verheiratet, Diakonin und Jugendreferentin,
wohn- und sesshaft in einer Wohngemeinschaft in Leonberg
Mein Kopf ist rund, damit mein Denken die Richtung wechseln kann.
Mein Herz ist groß, drum finden viele drin Platz.
Meine Hände sind voller Tatendrang, weil es einiges zu bewegen gibt.
Wer mich reden hört merkt schnell: Ich komme aus dem Ruhrgebiet. Doch Landesgrenzen waren für mich nie ein Thema, weder familiär noch beruflich. Ich bin mit einem Schweizer verheiratet. Und seit meiner Ausbildung an der Evangelistenschule Johanneum in Wuppertal, arbeite ich seit sechs Jahren als Jugendreferentin und Diakonin im Evangelischen Jugendwerk Bezirk Leonberg. Ich liebe die Butterbrezel und habe das eine oder andere schwäbische Wort in meinem Wortschatz aufgenommen: Das Schwabenländle ist meine Heimat geworden.
Warum ich bei Kirche für morgen dabei bin …
Man kann auf dem Sofa sitzen und über unsere Kirche meckern oder versuchen neue Wege zu gehen und sie zu verändern. Kirche für morgen ist eine Initiative, die sich Letzteres auf die Fahnen geschrieben hat und mutig nach Vorne denkt. Das finde ich sympathisch. Es begeistert mich, wenn Menschen in die Zukunft denken und nicht krampfhaft am Alten festhalten, nur weil es schon immer so war. Vor einigen Jahren hat man noch über uns gelächelt, als wir von Lebensweltgemeinden sprachen. Heute fordert selbst die EKD neben der klassischen Ortsgemeinde neue Formen von Gemeinde. Meine persönliche Erfahrung ist: es lohnt sich in der Kirche neue Wege zu gehen!
Warum ich mich in der Synode engagiere…
Ich liebe meine Landeskirche und ich weiß, in ihr steckt großes Potenzial. Ihre beste Zeit kommt noch, wenn wir jetzt die notwenigen Schritte gehen und Visionen für eine Kirche für morgen entwickeln. Ich finde nicht, dass alles schlecht ist. Im Gegenteil. Es gibt schon jetzt viele gute Ansätze, die wir fördern und ausbauen müssen: in der Gemeinde, in der Kinder- und Jugendarbeit, in der Diakonie, bei der Finanzierung. Ich möchte mit dazu beitragen, dass unsere Kirche den Weg zu den Menschen findet, die Halt und Orientierung suchen. Ich möchte mich engagieren für die Entwicklung neuer Konzepte, die Menschen mit ihren unterschiedlichen Bedürfnissen in den Blick nehmen. Verschiedene Zielgruppen brauchen verschiedene Angebote. Dabei gilt grundsätzlich der paulinische Gedanke: Einheit in der Vielfalt. Ich träume davon, dass unsere Kirche auch für Menschen wieder attraktiv wird, die sich schon lange von ihr verabschiedet haben. Und ich habe die Sehnsucht, dass diese Menschen unter dem Dach der Landeskirche ein Zuhause finden.
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