„Kirche für morgen“ fordert Jugenddelegierte

Kirche für morgen fordert für die Landessynode die Berufung von Jugenddelegierten, ähnlich wie es bei der EKD-Synode schon längst Praxis ist. Markus Brenner, Synodaler von „Kirche für morgen“, hatte den Antrag initiert und dabei Unterstützer in allen Gesprächskreisen gefunden.

Mit Unverständnis reagiert Markus Brenner darauf, dass der Ältestenrat entschieden hat, diesen Antrag bei der nächsten Synodaltagung nicht abstimmen zu lassen. Eine Kirche, die immer wieder davon spricht, die Jugend erreichen zu wollen, aber nichts dafür tut, dass Jugendliche auch selbst mitgestalten und in der Synode mitbestimmen können, sei wenig glaubwürdig. Das Durchschnittsalter der Synodalen, so Brenner weiter, sei mit über 52 Jahren nicht glaubwürdig als Vertreter der Jugend in der Kirche. Selbst „Kirche für morgen“ deren Durchschnittsalter mit 41 deutlich niedriger liegt, habe keinen Delegierten, der unter 30 ist.

„Jugendliche können selbst am besten über ihre eigenen Wünsche oder Erwartungen an unsere Kirche sprechen, [eher] als dies Eltern oder Großeltern für sie tun könnten. Als Jugenddelegierte können sie ihre Erfahrungen unmittelbar einbringen. Gleichzeitig sind Jugenddelegierte Multiplikatoren für die Arbeit der Synode in ihren Verbänden und ihren Freundeskreisen. Kirche bekommt so ein Gesicht. Statt allgemeiner Politikverdrossenheit wird Kirchenpolitik greifbar und lebendig.“ So schreiben drei Jugenddelegierte der EKD an die Landessynodalen in Württemberg.

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